Terra di Vino

…oder ein Schatz mitten in Cloppenburg!

Leute, ich sag`s euch, diese Eat-12-Challenge ist das Beste, was mir je passieren konnte. Ich erlebe Dinge, die sind großartig. Unfassbar. Ja, das sage ich oft, aber es ist auch einfach so.

Das Terra di Vino habe ich bereits vor einiger Zeit von einem lieben Arbeitskollegen empfohlen bekommen und als ich dann bei Instagram erwähnte, dass ich diesen tollen Weinladen besuche, kamen glatt mehrer liebe Menschen auf mich zu, die mich nur allzu gern begleiten wollten. Gesagt, getan. Also mit der lieben Petra (www.genusszeiten.de) ins Auto gehüpft und ab nach Cloppenburg.

Aber Moment. Hab ich oben Weinladen geschrieben? Hmm…. ich weiß ja nicht. Wie sagt man denn bloß? Restaurant? Feinkostladen? Weinstube? Das alles macht mich nicht glücklich. Vielleicht hat ja einer eine zündende Idee für mein Dilemma, wenn er den Text zuende gelesen hat. Ich bin gespannt.

Wo war ich? Achja, Petra, das Auto und ich. Cloppenburg.
In der Nähe der Fußgängerzohne parken. Wie aus einem Munde kommt uns gleich derselbe Gedanke: „Hier parke ich immer, wenn ich schnell zu H&M will…“ „Weiber“, unser nächster Gedanke.

Konzentration. Parken und los.
Ernsthaft? Mir springen nach 50 Metern Gehweg Schafsfelle, Kerzen und Gemütlichkeit ausstrahlende Menschen mit Weingläsern entgegen. Ich muss mich kurz umdrehen, damit ich erkenne, dass ich wirklich noch in Cloppenburg bin und mich nicht auf Sylt befinde. Heizstrahler. „Können wir bitte draußen essen?“, denke ich. Aber, wenn es draußen schon so zauberhaft zugeht, was mich dann drinnen wohl erst erwartet?

Das gibt`s nicht. Überall Wein. Pasta. Öl. Käsecracker. Whiskey. Gin. Weinbrände. Noch mehr Wein. Und noch mehr Wein. Meterhoch. Wie urig es hier ist. Noch mehr Felle und Kissen. Holz. Kerzen. Blechschilder. Das Feeling hat mich. Am liebsten würde ich umgehend hier einziehen. Wow. Ich staune und lasse mich langsam auf meinen Sitz fallen.

Der Blick von meinem Platz aus

Ob wir was trinken möchten? Sicher. Und auch unbedingt Wein. „Haben Sie einen ziemlich süßen Rotwein?“, frage ich leicht beschämt. Gar kein Problem. Ernsthaft? Das wär`s ja mal. Und tatsächlich. Der ist mal süß. Ich liebe ihn schon jetzt. Und ich kann den hier sogar kaufen? Der Glückspegel stiegt und steigt.

Petra sagt, man kann sich hier gut die Vorspeise teilen. Richtig „die“ nicht „eine“. Es gibt eine kleine gemischte Platte mit Käse, Oliven, Peperoni, Wurst, Schinken, Pilzen und so weiter. Dazu gibt`s Olivenbrot mit Dips. Fantastisch. Auswählen kann man nicht. Ich find`s super. Istt man sonst nicht eh immer das Gleiche? Mein Gaumen will doch schließlich was erleben. Hat er, würde ich sagen.

Achja, `ne Hauptspeise. Es gibt Hähnchenfilet mit mediterranem Grillgemüse und Röstkartoffeln. Auch keine Auswahl. Ich mag das alles und lasse mich somit gerne auf den Vorschlag ein. Gute Wahl. Richtig lecker. Fleisch zart, alles toll gewürzt und die Kartoffeln sind richtig schön angeknuspert.

Hauptspeise

Was bin ich glücklich. Mit mir und der Welt zufrieden. Satt. Inmitten von Wein und Köstlichkeiten.

Dessert passt leider nicht mehr rein. Beim nächsten Mal wird`s aber sicherlich mit eingeplant, weil`s mich bei unseren Tischnachbarn so neugierig gemacht hat. Wenn ich aber schon kein Dessert bekomme, erlaube ich mir einen Shoppingtripp durch den Laden. Pasta. Wie süß, da hängt ein Nüdelchen in einem durchsichtigen Tütchen an der undurchsichtigen Verpackung. Damit auch bloß niemand die Katze im Sack kauft. Das ist eine nette Idee. Trüffelöl. Ich liebe, liebe, liebe Trüffelöl. Und ich bekomme das sogar frisch abgezapft in ein eigenes Fläschchen. Das gibt mir als Gast das Gefühl, dass man sich Zeit für mich nimmt. Die Verkäuferin (und wohl auch Besitzerin, ich bin mir aber nicht ganz sicher) ist super freundlich und nimmt sich wirklich Zeit für mich. Ein kleines Pläuschchen und ich kaufe noch meinen neuen Lieblingsrotwein. Ich verspreche, dass ich wiederkomme und all`meinen Freunden vom Sylt in Cloppenburg berichte. Strahlend werden wir verabschiedet.

Auf ein baldiges Wiedersehen
die überaus glückliche
KitchIch


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