Da Sergio

Ui, ein neuer Hype in Vechta. Seit Monaten wurde getuschelt und getratscht. „Da Sergio“ soll nach Vechta kommen. Das kennt man doch von Norderney und ist ganz begeistert. Ein neuer kulinarischer Hotspot, der den ein oder anderen zusätzlich für das ganze Bahnhofstrara entschädigt.

Also schnell eine gute Bekannte, die übrigens auch gerne und gut essen geht, eingepackt und auf zu Da Sergio.

Wow, ist das voll hier. Die Vechtaer haben anscheinend sehnsüchtig auf diesen Laden gewartet. Und hübsch ist es auch. Nicht ganz so hypermodern bistromäßig, sondern ein richtiges Restaurant. Ich muss kurz warten, weil bei dem Ansturm anscheinend kurze Sitzplatzverteilungshektik herrscht. Bei der Gelegenheit erhasche ich einen kurzen Blick in die Küche. War das da gerade der Koch? Und trug der eine bunte Hose mit witzigem Print? Two-Broke-Girls in Vechta? Nein, cooler Typ, der auch was kann, wie sich später zeigen sollte.

Ich bekomme einen Tisch im hinteren Raum. Etwas schade, weil es vorne doch noch etwas hübscher ist, aber die Bank ist bequem gepolstert und der Tisch nett gedeckt. Etwas hektisch ist es, aber wen wundert`s, der Laden brummt. Wortwörtlich. Die Bedienung ist freundlich und wir helfen fleißig winkend mit, dass die Getränkebestellung den richtigen Tisch, nämlich unseren, findet.

Die Karte gefällt mir richtig gut. Es gibt Vorspeisen, Salate, Pasta (auch frische!), Fisch und Fleisch, Pizza und auch Nachspeisen. Wir wollen heute reinhauen, also gibt`s für jeden erstmal eine Vorspeise.

Ich entscheide mich für Garnelen in Knoblauch und meine Begleiterin nimmt Rindercarpaccio. Meine Garnelen sind ein Traum, die Knoblauch-Öl-Grundlage wird mit dem leckeren Brot wegschnabuliert. Das Carpaccio hätte dünner sein dürfen, ist aber geschmacklich auch großartig.

Als Hauptgang gibt`s für mich Pizza. Carolina. Carolina, weil Carolina in Person wohl manchmal eine Ziege ist. So erklärt es mir zumindest Carolina selbst, unsere Bedienung und Freundin des Kochs. Witzig. Das ist charmant und schafft Beziehung im Handumdrehen. Carolina, also die Pizza, kommt mit Ziegenkäse, Feigen, Walnüssen und Honig daher und ist lecker. Nach einem Pläuschchen mit einer Freundin, die Carolina ebenfalls bestellte, vermisste ich rückblickend den Schinken. Kann aber auch sein, dass mein Gedächtnis mir einen Schinkenstreich spielte. Da bin ich überfragt.

Carolina

An der gegenüberliegenden Tischseite gab`s Pasta. Ich probierte und entschied: Lecker!

Da ich mir über den kulinarischen Neuankömmling im Anfangsstress kein Kompletturteil erlauben wollte, entschied ich mich, mit diesen Ausführungen zu warten, bis ein zweiter Besuch gelingt.

Gesagt, getan, zweiter Besuch. Diesmal in der Mittagspause mit drei hungrigen männlichen Freunden. Für alle gab`s Pizza. Wieder war die Bedienung freundlich, die Location überzeugte auch bei Tag und alle gingen satt und zufrieden mit einem ehrlichen „bis zum nächsten Mal“ zurück an ihre Arbeitsplätze. Die Mittagstischkarte bietet ansprechende Gerichte für jeden Geschmack und die Gerichte sind preislich super in Ordnung.

Ich bin Da-Sergio-Fan und komme auch bestimmt öfter vorbei, wenn sich der Ansturm etwas entspannt hat. Am Wochenende soll nämlich derzeit gar nichts ohne Reservierung gehen. Das spricht für das Team und die Qualität, Vechta ist nämlich gewiss nicht mit halbem Kram zu überzeugen.

Wer sich noch genauer informieren möchte, kann das hier tun:
https://www.dasergio-vechta.de/

Kennt ihr eigentlich den Song „Oh Carolina“ von Shaggy? Großartig! Ohrwurmig.
Eure summende
KitchIch
….oh Carolina …. prowl off, jump and prance….

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